Preußische Generäle

 

Teil 1 General von Zieten 

Anlässlich einer geforderten Wehrfähigkeit der Europäer im Hinblick auf die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sollte natürlich auch das Andenken an alte Helden wieder mehr ins Rampenlicht rücken. Glücklicherweise findet man immer wieder Zeugen des Soldatenmutes vergangener Generationen auf den Flohmärkten, und ganz besonders gefragt sind hierbei Urväter der europäischen Militärstrategie und Kriegführung. Preußen spielt hierbei eine Hauptrolle und ist als Paradebeispiel der Wehrfähigkeit besonders zu würdigen. Meine alten und sehr seltenen Lithografien, welche einige der besten Generäle ihrer Zeit zeigen, finden deshalb jetzt den Weg über künstliche Intelligenz zurück in die Gegenwart. Diese Darstellungen sind nicht nur wertvolle historische Dokumente, sondern auch eine Inspiration für die heutige Generation, die aus der Tapferkeit und dem strategischen Genie vergangener Kriegshelden lernen kann. Die Lithografien erinnern an die die militärische Kunst und die Disziplin, die erforderlich war, um in schwierigen Zeiten erfolgreich zu sein. Indem wir diese historischen Figuren und ihre Errungenschaften ehren, können wir nicht nur unseren Respekt vor der Vergangenheit zeigen, sondern auch wertvolle Lehren für die Zukunft ziehen.

 

General von Zieten Nft Smal and Big

Wer der ungestüme, erfolgreiche Kavallerie General,

Hans-Joachim von Zieten ?

Hans Joachim von Zieten war ein hochrangiger preußischer Kavallerie-General, der am 14. Mai 1699 auf dem elterlichen Anwesen in Wustrau bei Neuruppin geboren wurde. Sein Vater war ein bescheidener Landadeliger. Eines Tages wurde der junge Zieten von seinem Nachbarn, dem General von Schwendy aus Bukow, unter seine Fittiche genommen. Nach seiner Teilnahme an der Militärkampagne von 1715 trat er als Freikorporal in sein Infanterieregiment ein, welches in jener Stadt stationiert war. Am 7. Juli 1720 wurde er zum Fähnrich befördert. Zwei Jahre später übergab Schwendy sein Regiment an den Generalmajor Kurt Christoph von Schwerin, der zuvor im mecklenburgischen Dienst stand.

Fame Art of Interior

In der Schlacht von Prag im Jahr 1757 fiel Feldmarschall Schwerin. In seinem Bericht über die Qualifikationen lobte er Zieten, der zu dieser Zeit der älteste Fähnrich war, als einen fähigen Offizier, ohne jegliche Kritik außer der Tatsache, dass Z. sehr klein und mit einer schwachen Stimme zum Befehlen war, jedoch geeignet für König Friedrich Wilhelm I. Aufgrund dieser Defizite wurde er bei Beförderungen konsequent ignoriert, und als er von seinem verdienten Recht Gebrauch machte und am 28. Juli 1724 von seiner Garnison in Crossen aus einen direkten Antrag auf Beförderung an den König stellte, antwortete dieser kurz und knapp am Rand des Schreibens mit den Worten: „Er soll entlassen werden.“

Enttäuscht begab er sich nach Wustrau, welches seinem Vater nach dessen Ableben im Jahr 1720 und seinen drei Schwestern zugefallen war. Die Schätzung des Guts betrug damals 8000 Taler, von denen jedoch das Leibgeding seiner Mutter und die Erbteile seiner Schwestern beglichen werden mussten. Somit blieben Zieten selbst lediglich etwa 4000 Taler übrig, und zusätzlich hatte er einen unangenehmen Rechtsstreit zu bewältigen.

Um diesen Kampf auszutragen, reiste er im Winter 1725/26 nach Berlin, wo er von einer Verdopplung des Dragonerregiments Wuthenow in Insterburg, Ostpreußen, erfuhr. Er bemühte sich um eine Stelle in diesem Regiment und erhielt ein Leutnantspatent, das auf den 1. August 1724 datiert war, dem Tag seiner Entlassung. Jedoch schon bald darauf erlitt er erneut einen schweren Rückschlag.

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Aufgrund von beruflichen Konflikten mit seinem Vorgesetzten wurde Zieten für ein Jahr auf die Festung Friedrichsburg versetzt. Nach seiner Rückkehr von dort forderte er den Rittmeister zu einem Duell heraus, was schließlich zu Zietens Entlassung führte. 

Der Schwadronschef scheint aber eine moralisch sehr fragwürdige Persönlichkeit gewesen zu sein, während Zieten in einem besseren Licht dargestellt wird.

Die Verantwortung für sein Missgeschick lag teilweise an seiner impulsiven und überempfindlichen Natur. Dennoch verlor er nicht seinen Glauben an Gott. Im Laufe der Zeit lernte er auch, Verzicht zu üben und mehr Ruhe zu finden. Er kehrte nach Wustrau zurück, gab jedoch nicht auf, zum dritten Mal Soldat zu werden. Die Möglichkeit bot sich durch die Gründung einer Husaren-Freikompanie in Potsdam. General von Buddenbrock, der zukünftige General, bekam vom Monarchen den Auftrag, einen Leutnant für eine Anstellung vorzuschlagen. Er empfahl Zieten, dessen geringe Statur kein Hindernis darstellte und dessen Geschicklichkeit im Reiten sowie körperliche Gewandtheit ihn besonders geeignet erscheinen ließen. Am 8. Oktober des Jahres 1730 wurde jener der jungen Truppe zugeteilt. Als am 1. März 1731 eine weitere Kompanie hinzugefügt wurde, ernannte ihn der König zum Rittmeister und zum Leiter dieser Kompanie. Er erhielt ein monatliches Gehalt von 50 Talern sowie 9 Taler für drei Mahlzeiten.

Nachdem er erfolgreich an der Revue im Mai teilgenommen hatte, wurde er mit seiner Truppe nach Beelitz versetzt. Aufgrund eines dienstlichen Fehlers geschah dies bereits im Sommer desselben Jahres. Nach einem monatelangen Aufenthalt im Arrest wurde er dennoch vom König zum Anführer einer gemischten Truppe aus litauischen und Berliner Husaren ernannt. Diese Einheit wurde im Frühjahr 1735 während des Polnischen Thronfolgekrieges zum Reichsheer am Rhein geschickt.

Der österreichische Oberleutnant der Husaren, von Baranyai, wurde von Zieten als Lehrer ausgewählt und erwies sich als würdiger Schüler. Er zeigte sich vor dem Feind taktisch geschickt und bewahrte gleichzeitig eine gute Disziplin in seiner Truppe. Die Tatsache, dass der König zufrieden mit ihm war, wurde durch Zietens Beförderung zum Major bei seiner Rückkehr am 29. Januar 1736 deutlich. 

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Im Jahr 1737 heiratete er eine 33-jährige Dame namens von Jürgass.

Er hatte kürzlich erneut einen Konflikt mit seinem Vorgesetzten, dem Oberstleutnant von Wurmb, der zu einem Duell führte, bei dem beide Seiten schwer verletzt wurden. 

Im Ersten Schlesischen Krieg diente Zieten als Major und Schwadron Kommandeur und kehrte schließlich als Oberst und Regimentskommandeur zurück. Wiederholt hatte er sich durch seine fähige und tapfere Arbeit ausgezeichnet.

Der König unterzeichnete die Vertragsvereinbarung persönlich bezüglich einer Husaren-Einheit für den Oberst Hans Joachim von Zieten, welche aus drei Gruppen Leib-Husaren und ebenso vielen Bronikowski-Husaren bestand. Kurz darauf befahl der König, das Regiment um vier weitere Gruppen zu erweitern und in zwei Bataillone aufzuteilen. Zieten wurde mit der damit verbundenen Aufgabe betraut.

Im Winter 1741/42 bezogen die Soldaten in Niederschlesien frühzeitig ihre Quartiere. Der Erfolg dieses Unternehmens zeigte sich im Feldzug des folgenden Jahres. Dieser begann bereits Ende Januar und führte Zieten seine Husaren durch Mähren bis nach Stockerau, nur vier Meilen von Wien entfernt. Sie konnten sogar den Stephansdom in der Ferne erblicken.

Jedoch erwies sich die Offensive als vergeblich und der Rückzug, währenddessen Zieten unter dem Befehl des Prinzen Leopold von Anhalt-Dessau stand, beraubte ihn der Teilnahme an der Schlacht von Chotusitz. Erst am 21. Mai erreichte er das Heer des Königs in Böhmen und am 30. Juli 1742 marschierte das Regiment, nachdem Frieden in Breslau vereinbart worden war, in Berlin ein. Die Zeit nach dem Ende des Ersten Schlesischen Krieges wurde durch den Frieden geprägt. Der erste Schlesische Krieg ging vorbei, während man sich fleißig auf den bevorstehenden Zweiten Schlesischen Krieg vorbereitete.

Mehrmals wurde er eingesetzt, um in anderen Husarenregimentern zu dienen, und seine schriftlichen Dokumente, seine Pläne, wurden vom König gelobt, was die Falschheit der kursierenden Anekdoten über seinen Mangel an Grundkenntnissen erklärt; insgesamt wuchs das Vertrauen des Königs in ihn stetig und er zeigte ihm mehr Wohlwollen als zu Beginn.

Auf eine Anfrage vom 12. Januar 1743 wurde ihm eine Solderhöhung gewährt, da es für ihn schwierig war, sich in dem teuren Berlin zu erhalten. Zunächst erhielt er die Antwort „Hab Geduld“, aber der König schenkte ihm Baumaterialien für Konstruktionen in Wustrau. 

Zietens exorbitante Husarentracht dürfte zu einer Steigerung dieser finanziellen Schwierigkeiten bei der Grundversorgung geführt haben.

Ehrgeizig, unbeugsam und sehr Stolz mit dem Mut eines Löwen und grenzenloses Gottvertrauen waren Zitens Charakterzüge.