Viel Liebe, jede Menge Glitzer und Penes so weit das Auge reicht! – So würde ich meine Eindrücke vom diesjährigen CSD in Berlin beschreiben. Bereits um 12 Uhr ist die friedliche Demo vom Kurfürstendamm Richtung Brandenburger Tor gestartet.

Ich habe selten so viele bunte, verrückte und vor allem schöne Männer auf einmal gesehen. Leider mussten meine beste Freundin und ich feststellen, dass unsere Traummänner nur Augen für das gleiche Geschlecht hatten. Nicht verwunderlich auf dem Christopher Street Day! Trotzdem feierten alle friedlich miteinander, warfen Konfetti und Glitzer durch die Luft und pusteten sich mit bunten Seifenblasen an. Auch der starke Regen machte der Stimmung keinen Abbruch. Wir durften uns sogar bei einem schwulen Pärchen mit unter den Regenschirm stellen. Gern mehr von so viel Liebe und Harmonie!

Von den Umzugswagen die an uns vorbei fuhren, ertönte laute Musik: Atemlos, 99 Luftballons kuni Rihanna ja Techno war so ziemlich für jeden Geschmack etwas dabei. Genau so vielfältig waren die Kostüme: Männer in Frauenkleidern und unendlich hohen HighHeels, mit bunten Perücken, Kostümen oder gleich komplett nackt.

Was wohl in jeder anderen Stadt undenkbar gewesen wär, war in Berlin einfach ganz normal. Böse Blicke und unpassende Sprüche gab es nicht. Auf dem CSD galt das Prinzip: desto auffälliger, desto besser!