Jenny Saville ist eine in Cambridge, England, geborene Malerin und Künstlerin, welche sich auf Ölgemälde in Übergröße spezialisiert hat. Ihr Talent hat sie an der Glasgow School of Art und der University of Cincinnati ausreifen lassen, für welche sie ein Stipendium bekam. Schon früh meinte sie, dass der Anblick dicker Frauen bei ihr eine Faszination für fettes, weißes Fleisch hervorgerufen habe, sie sich aber auch von der Künstlerin Cindy Sherman inspirieren ließ.

In New York arbeitete sie bei einem plastischen Chirurgen, dem sie bei der Arbeit zusah und wodurch sie auch mehr Verständnis über den menschlichen Körper sammeln konnte. Sie durfte sogar während der Operationen fotografieren…

Bei ihren Werken nutzt sie nun überwiegend Rottöne, die auf den überdimensionalen Leinwänden einen besonders bedrohlichen Eindruck hinterlassen und das Ausmaß der Fettleibigkeit durch ihr Format unterstreichen. Ebenfalls entsteht durch die fesselnde Ansicht ein intimer Moment, der uns an das Bild zu ketten scheint. Frauen, hauptsächlich nackt und übergewichtig, sind ihre bevorzugten Motive, welche mit pastösem Stil verewigt werden. Sie will das moderne Bild und den modernen Blick der Kunst auf solche Frauen einfangen. Denn waren diese Rubens-Schönheiten noch vor rund 300 Jahren die bevorzugten Motive von Malern, so hat sich der Schönheitsstandard von damals drastisch geändert. ‚Alte Musen in neuem Gewand‘ kann man das Ganze fast nennen.

Jenny Saville selbst sagt, dass sie sich stark an Rubens orientiert aber auch immer einen Blick auf medizinische Fachzeitschriften behält, um Details wie blaue Flecken und Arterien perfekt abzubilden und die richtigen Farbtöne für das Fleisch zu finden. Unförmige Landschaften sind oftmals das Endresultat ihrer Arbeit und ein Kontrastprogramm zu dem von Medien bestimmten Schönheitsideal.

Kujutise ja teabe allikas: http://www.gagosian.com/artists/jenny-saville