© SXTN

Klar, die Hip Hop Szene ist noch immer schrecklich Männer dominiert, aber dennoch bemerkt man langsam eine Verbesserung. Immer mehr weibliche Artists erobern die Plattenläden und Bühnen und zeigen der Welt, dass Frauen auch heftige Punchlines raushauen können.

Bestes Beispiel ist das Berliner Rap-Duo SXTN, die „Assi-Rapperinnen“, die auf Trapbeats fluchen, was das Zeug hält, und eine Punchline nach der nächsten raushauen („Wir sind asozial und geil, ihr seid nur asozial.“). Auch wenn unter ihren Videos oft der übliche Sexismusbrei in Form von Kommentaren zu finden ist, welche die Rapperinnen auf ihr Äußeres reduzieren, haben es SXTN schon allen gezeigt- ihr Konzept funktioniert. Ihren Erfolg feiern sie immer wieder auf Live-Konzerten, bei denen sie stets die Hallen voll bekommen. Über die männlichen Konkurrenz im Business können sie nur lachen.

 

Auch groß im weiblichen deutschen Rap ist und bleibt Schwesta Ewa, die die Genderroles im Hip Hop ordentlich aufräumt. Aber auch hier finden sich schnell Hater, welche die Künstlerin zurück in die Küche schicken wollen. Es bleibt traurig, wie sexistisch und intolerant die Hip Hop Szene noch immer zu sein scheint. Viele verstehen wohl noch nicht, dass es bei Musik nicht ums Aussehen oder gar um Geschlechterrollen gehen soll, sondern um Freiheiten und vor allem um Talente. Dass dies nicht an Genderroles aus den 50er gebunden ist, sollte offensichtlich sein. Aber solange das anscheinend nicht jedem klar ist, ist es umso wichtiger, dass weibliche Künstlerinnen anfangen, sich in der Szene breit zu machen.