Interview

New Yorker People.

Fotografin Helga Traxler.

Wir möchten euch gerne Helga Traxler vorstellen. Wir finden dass sie der  typischen – zugezogenen – New Yorkerin entspricht und wollten mehr über ihre Arbeit und ihr Leben in New York erfahren. Ich traf mich mit ihr ,in einem kleinen Cafe in Brooklyn um ein Interview zu mit ihr zu führen,oder besser gesagt auf ein Schwätzchen,beim Käffchen um in der Sonne zu flanieren.

 

1.Du bist unsere erste Person für unsere zukünftige New York People Story! Stell dich doch bitte kurz bei uns vor.

Ich bin Helga Traxler, 33, selbstständige Fotografin, spezialisiert auf Modereportagen, Behind-The-Scenes und Portraits, mit besonderem Fokus auf Detail und Farbgebung – auch bekannt als -hotosalonhelga -auf Social Media Kanälen wie Instagram, Facebook, Twitter!

 

2.Wann hast du beschlossen Fotografie zu studieren? Wer hat dich dazu inspiriert, oder falls es keine Person war, waren es besondere Momente in deien Leben,die du festhalten wolltest? Oder waren es Dinge aus deiner Wahrnehmung die du den Menschen durch die Fotografie mitteilen wolltest/willst?

Den Connect zur Fotografie hat auf jeden Fall mein Vater gelegt, der mich ganz früh mit der Fotografie in Verbindung gebracht hat. Als ich älter wurde, wuchs die Leidenschaft Momente festzuhalten stetig, eine Kamera war immer mit dabei. Der Drang Momente festzuhalten und immer alles durch den “Sucher” zu sehen, ist glaube ich – oder zumindest bei mir – ein “Leiden” (wenn mans so nennen will) der Fotografinnen.Inspiration gibt es täglich – man muss nur offen sein für dass, was das Daily-Life zu bieten hat.

 

3.Was hat dich nach New York City gebracht?Und seit wann lebst du in der Stadt?

Ein Award, den ich gewonnen hab für Fashion Photography 2009 – ein Jurymitglied hatte eine Agentur in New York – er hat den Kontakt hergestellt für ein erstes Praktikum dort, den ersten Sommer in der großen, wilden Stadt 2010. Ich habe mich selbst nie in New York gesehen, und ich glaube, dass genau die Tatsache, dass alles sehr ungeplant und spontan passiert ist, ein Grund dafür ist noch immer hier zu sein. Ich bin, weder in meiner Fotografie und noch im Privaten einenPerson, die gerne plant,die unerwarteten Angebote, sind immer die Besten.

Die Stadt habe ich lieben gelernt – die Menschen, die Freundschaften, die man knüpft, alles ist immer laut, aufregend, eine Party folgt der anderen – oft ermüdend, aber gleichzeitig extrem motivierend sich in einem melting pot der Kreativ-Szene zu behaupten und zu positionieren mit seiner Arbeit.

So richtig nach New York gezogen bin ich nach meinem Masterstudium in Visueller Kommunikation an der Kunstuni in Linz, im September 2012. Geplant war nie lange – hier bin ich noch immer!

 

4.Wie war es am Anfang für dich, wie hat die Stadt auf dich gewirkt?

New York ist eine Stadt, die man langsam kennenlernt, am Anfang immer cool, neu, man ist motiviert alles immer zu machen und versucht immer überall dabei zu sein. New York gibt einem auch immer das Gefühl irgendetwas zu versäumen. Das hat sich gelegt – muss ich zugeben. Irgendwann schleicht sich der “Alltag” ein, man wird ein bisschen ruhiger und hat nicht mehr den Drang immer und überall bei jedem Opening und jeder Party dabei sein zu müssen. Aber die Möglichkeiten die man in dieser Stadt hat – vor allem in der Fotografie-Szene – schätze ich sehr und nehme ich auch wahr.

 

5.Inspiriert dich die Stadt immer noch so sehr wie am Anfang?

Die Stadt, die niemals schläft – und das stimmt! Es gibt immer wieder die New York Momente, wo man feststellt, dass sich alles gelohnt hat, der tägliche hustle, das oft Vermissen von Zuhause, definitiv! Und ich glaube, dass ändert sich auch nicht und diese Euphorie für die Stadt sollte man sich auch beibehalten, solange man hier lebt.

 

6.Nun zu deinen Arbeiten als Fotografin:

Weshalb bevorzugst du das freelancing?Für welche Arbeit wirst du amhäufigsten gebucht?Welche Arbeit macht dir am meisten Spass? Fotografierst du auch noch für freie Projekte?

Ich arbeite selbständig als Fotografin, mit einem Agenten zusammen,aber grundsätzlich alles auf eigene Faust. Das Freelancen gibt einem Freiraum und dass liebe ich besonders daran – flexibel zu sein für spontane Reisen und nicht gebunden an einen 9-5(oder hier eher 7)Job.

Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass die Selbstständigkeit nicht auch gleichzeitig viel Druck auf einen ausübt – weil man sich natürlich in einer Stadt wie New York immer behaupten muss und sich nicht auf Lorbeeren ausruhen kann.

Aber das ist nicht nur hier der Fall – selbstständig zu arbeiten fordert überall das gewisse Maß an Disziplin und das muss man mögen oder auch nicht. Ich finde es sehr spannend und immer wieder aufs Neue eine willkommene Herausforderung. Als Fotografin habe ich mich auf Behind-The-Scenes, Portraits und Reportagen spezialisiert. Dafür werde ich auch häufig gebucht, im Kunst und Fashion-Field. Wenn Aufträge mit Reisen verbunden sind, dann ist dass natürlich nochmal ein extra Bonus. Ich bin gerade von einem Trip nach Dubai und Hong Kong zurückgekommen. Oft verbinde ich Städte-Trips mit freien Projekten, wenn sich die Gelegenheit ergibt – aber generell muss ich sagen, dass freie Projekte seit ich nach New York gezogen bin, immer weniger werden, weil leider einfach keine Zeit dafür bleibt.

 

7.Wann fotografierst du für dich persönlich?

Ich weiss, dass wenn man seine Leidenschaft zum Beruf macht,dass oft mit einem Verlust seiner Freizeit verbunden ist. Mein I-phone und eine kleine analoge Kamera sind in meiner Handtasche immer mit dabei,dokumentiert wird täglich – es geht irgendwie gar nicht anders für mich. Oft entstehen daraus kleine Fotoserien.

8.Welche Ausstellung hast du das letzte mal besucht?

Da ich gerade beruflich in Dubai für die Art Dubai und in Hong Kong bei der Artbasel war, habe ich mich 3 Wochen intensiv mit allen möglichen Ausstellungen und Highlights am Kunstmarkt beschäftigt. Bezüglich NYC: Das Guggenheim Museum in New York ist aber – nicht nur wegen der Architektur des Gebäudes – eines meiner absoluten Lieblingsmuseen und hat auch durchgehend großartige Shows zu bieten.

 

9.Welchen Fotografen stawlkst du im Moment?

Stawlken ist ein hartes Wort und klingt so “verboten” – ich bin davon überzeugt, dass jede Fotografin/jeder Fotograf sich gerne Arbeiten von Kollegen ansieht, und das mach ich natuerlich auch! Es ist immer interessant sich anzuschauen, was sich im Foto-Business tut und wer gerade einen Hype erlebt. Vor allem im Zeitalter von Instagram und Facebook ist es unmöglich sich dem Überangebot an fotografischen Arbeiten zu entziehen.

 

10.Und mit welchen anderen Künstlern(Models und Person), an welchem Ort für welches Magazin würdest du gerne deine nächstes Shooting starten?

VOGUE ist auf jeden Fall auf der “GOAL-List” solange ich noch hier in New York lebe.

 

11. Letzte Frage:Wo ist dein Lieblingsort in Brooklyn und warum?

Es gibt so viele schöne Orte in Brooklyn/New York. Ich fahre total gerne an den Strand (Hamptons mit dem Auto oder Coney Island, ist easy mit der Subway zu erreichen) – nicht nur im Sommer ein Ort an dem man gut durchatmen und sich eine Pause vom Concrete Jungle gönnen kann. Williamsburg in Brooklyn ist aber für mich bestimmt mit vielen Erinnerungen und Emotionen verbunden, weil ich hier 3 Jahre in einer WG gewohnt habe – ganz klar ein Lieblingsort und auch ein guter Place für Parties, Coffee-Talks, Shopping in hippen Pop-Up-Stores oder für einen Spaziergang am Sonntag an der Waterfront.

 

Web: www.photosalonhelga.com

Instagram: @photosalonehlga

 

 

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