New York City.

Konzert Le Butcherettes
Saint Venus Bar.

Diesmal zog es mich in die Saint Venus Bar in Brooklyn. Ein sehr guter Freund hat mir diesen Ort empfohlen. Richard macht den Sound für die legendäre Stoner Rock Band ‚ Kadavar‚ aus Berlin, die letztes Jahr auf ihrer USA Tour in dieser Bar einen riesigen Gig hatten.

Als erstes spielten zwei Vorbands aus New York City. Die erste Band war ‘NOMADS’ und bestand aus einen Drummer und einem Gitarristen. Da ich selber Drummerin bin,interessiert mich der Part des Drummers natürlich. Und die Band ‘NOMADS’war auch wirklich gut!
Der Grund warum ich in die Saint Vitus Bar gefahren bin,war aber die Punkband aus Mexico,Le Butcherettes, und ihre Frontsängerin Teresa Suarez alias Teri Gender Bender, die Band präsentierte an diesem Abend ihr neues Album ,‘A Raw Youth’.

Teri wuchs in Denver auf, bedingt durch den tragischen Todesfall ihres Vaters ,als sie 13 Jahre alt war, beschloss Ihre Mutter Denver zu verlassen und zurück in ihre Heimat zu ziehen,nach Mexico.

Diese,für Teri völlig neue Welt wirkte auf sie wie ein Hammerschlag.Im Mexico herrschten die Männer in ihrer Machokultur. In den USA war es der Kampf gegen den Rassismus den ihre Eltern erleben mussten. Ihre Kindheit  prägte ihren Charakter nachhaltig.
Dieser ständige Kampf gegen die Erlebnisse ihrer Kindheit war Teris  Antrieb im Jahre 2007 ihre Band,mit ihrem damaligen Drummer Auren Jolene‘le Butcherettes’zu gründen.

Teris Ambitionen gegen Ungerechtigkeiten und Vorurteile verstehe ich sehr gut. Ich denke jeder hat in seinem Leben schon erfahren müssen, wie es ist gegen etwas anzukämpfen.
Sie spielten anfangs im Underground in Punkclubs. Ihre  Aufmerksamkeit wuchs immer mehr ,ihre Musik, ihr Aufteten auf der Bühne, die extrovertierten Outfits und Shows.Sie verwendet echte Schweineköpfe auf der Bühne ,begisst sich mit roter Farbe um zu signalisieren,dass Frauen in Mexico immer noch als Haussklaven behandelt werden.

Sie provoziert bewusst und kämpft gegen diese Unterdrückung mit Ihren Lyrics, vor allem aber mit der Freizügigkeit ihrers Körpers und ihren verstörtem Gesichtsausdruck an. Dabei wirkt sie wie eine Puppe,durch ihre harten Bewegungen und den hohlen Blick,welchen sie bewusst bei ihren Auftritten einsetzt um ihre Meinung zu verstärken.

Le Butcherettes arbeiteten sich von ganz unten weit nach oben und zählt heute zu den bekanntesten Bands in ihrer Szene. Sie spielten auf einer Bühne,unter anderen mit den YeahYeahYeahs, The Dead Weather und Jack Whites. Sie gewannen 2014 den Award für ‚Best Punk/Garage‚ und wurden nominiert für den ‚best New Artist‚ sowie ‚ The Best New Punk Records‘.

Omar Rodriques-Lopez, Alias Mars Volta, produzierte 2015 mit ihr das Album ‚SIN SIN SIN‚ und die Liste geht noch ewig so weiter.Ich stelle fest,dass diese Frau hart im Business ist und auch zu Recht zu den besten in ihrer Branche gehört. Man spürt es, wenn ein Künstler aus tiefer Verbundenheit und Liebe etwas produziert und erschaffen hat. Die Energie welche sie auf der Bühne entwickelt ist so gewaltig, dass sie jeden mitreisst.

In einem Interview mit ihr beschreibt sie Ihren Zustand auf der Bühne. Sie erklärt, dass sie das Gefühl hat eins mit dem Universum zu sein. Dieses Gefühl überkam mich gestern während ihres Auftrittes definitv auch. Sie schaffte es meinen Geistern freien Lauf zu lassen und ich lies mich dabei einfach fallen.
Sie hat mich und ihr Publikum in alle Richtungen bewegt und wir sind ihr für dieses Aufrütteln sehr dankbar.