Träumen kann so schön sein- sanft eingekuschelt daliegen und im Geiste durch fremde Welten schlendern, die nicht an unsere (Natur-)Gesetze gebunden sind. Wenn es da nicht die Alpträume geben würde. Oder noch schlimmer, die Schlafparalysen. Falls ihr zu den Glücklichen gehört, die diesen Zustand nicht kennen, solltet ihr einen Moment inne halten und dem Leben danken, dass ihr diesen Horror noch nicht erleben musstet.

Aber erstmal langsam, hier die Fakten. Es gibt bestimmte Schlafphasen, bei denen der Körper in eine Starre fällt. Dies ist völlig natürlich, so wird verhindert, dass wir schlafwandeln oder uns herumwälzen. Das ist aber nur eine Phase, die von anderen Schlafintervallen abgelöst wird, bei denen der Körper aus der Starre fällt und sich wieder bewegt. Manchmal kommt es jedoch auch vor, dass der Körper zwar noch in der Starre liegt, der Geist jedoch schon erwacht ist- und hier wird’s problematisch. Viele Menschen wissen nichts von Schlafparalysen und verfallen so in totale Panik. Absolut verständlich, wenn man sich in das Szenario hineinversetzt. Ist einem hingegen bewusst, dass Schlafparalysen völlig natürlich sind und immer von alleine wieder aufhören, so kann sich der Geist wieder entspannen und das Erlebnis wird nicht zum wachen Alptraum.

Das Spannendste an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass viele Menschen bei einer Schlafparalyse anfangen zu halluzinieren. Dies kann visuell, aber auch akustisch passieren. Möglich wird das durch die Dissoziation, also die Trennung von Körper und Geist, ähnlich wie bei der Droge Ketamin, bei der auch außerkörperliche Erfahrungen möglich sind.

Einige Menschen streben diesen Zustand sogar an. Wie luzides Träumen (die Fähigkeit, seine Träume zu steuern), sind Schlafparalysen auch lernbar. Viel wichtiger ist jedoch der richtige Umgang, wenn man ungewollt in die Schlafstarre fällt. Hier hilft eine ruhige Atmung und der Versuch loszulassen. Je mehr man seine Glieder bewegen will, desto weniger klappt es.

Durchlebt man Schlafparalysen öfter, steckt jedoch vielleicht mehr dahinter, wie beispielsweise eine Schlafstörung (Parasomnie). Der Gang zum Arzt kann in diesen Situationen schnell Aufklärung bringen, oft sind auch andere psychische Störungen im Spiel, die nicht außer Acht gelassen werden sollen.

Weitere Info: www.klartraum-wiki.de