Taxidermie ist heutzutage nicht mehr ganz so häufig zu sehen wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Zugegeben ein wenig unbehaglich finde ich die ausgestopften Tiere schon. Allein die Vorstellung von dem einst lebendigen Tier welches nun völlig regungslos festgefroren ist, finde ich ein wenig unbehaglich. Doch bevor man sie als Köpfe an den Wänden stolzer Jäger betrachten konnte, in der Hochzeit der Taxidermie hatten diese Dermoplastiken einen klaren Nutzen.

Das 18. und 19. Jahrhundert ist die Zeit der Abenteurer und Weltentdecker, sowie die große Zeit der Zoologen. Und wenn diese von ihren Weltreisen zurück in ihre Heimatländer kamen, war es natürlich wichtig Beweise von all den neuen Spezies mitzubringen, die sie entdeckt haben. Die Präparate bieten sich natürlich sehr gut an, um Tiere aller Art außerhalb eines Zoos zu zeigen. Naturwissenschaftliche Museen und auch viele Schulen haben deshalb oft einige Dermoplastiken ausgestellt. So bizarr diese Praktik vielleicht am Anfang noch wirkt, so kann ich mir nur zu gut vorstellen wie praktisch sie ist, um die Artenvielfalt der Welt zu dokumentieren.

Photo: John Fladd