Der nördlichste Küstenstreifen Namibias zählt zu einem der unwirklichsten Orte ganz Afrikas. Das Meer trifft hier auf die Namib-Wüste. Der Name „Skelettküste“ kommt  nicht von ungefähr, denn hier sind sowohl das Meer als auch das Land mehr als nur tödlich.

Die Küstenströmungen sind für Mensch und Tier unberechenbar und Schiffe, wie Wale werden hier angestrandet. Zudem tun sich hier dichte Küstennebel auf, welche die ohnehin unberechenbare Brandung noch gefährlicher macht. Schiffsbrüchige welche das Unglück überleben, werden dies nicht lange tun…

Es gibt hier nichts, was sie essen oder trinken könnten. Zahlreiche Schiffswracks liegen hier am Strand oder an der Küstenlinie und hunderte Walknochen liegen über die gesamte Küste verteilt. Die riesen Meeres-Tiere, welche von Antarktischen Gewässern nach Norden schwimmen, werden in trügerischen Strömungen gefangen, in welchen kaltes auf warmes Wasser trifft.

Auch andere Tiere welche sich hier her verlaufen, finden meist ein schnelles aber qualvolles Ende. Getäuscht vom Meer hofften sie auf Trinkwasser, nur um festzustellen, dass es hier nichts zu trinken gibt.

Schädel und Knochen hunderter Tiere liegen hier, von der Sonne ausgebleicht und vom Wind freigelegt, wie grausige Trophäen. Nicht umsonst heißt dieser Ort auch: „Das Tor zur Hölle“. Mit genügend Wasser im Gepäck wäre dieser Küstenstreifen durchaus eine Reise wert…

Und das Erstaunlichste ist, dass sich einige Arten an das karge Leben hier angepasst haben… Leben in der Hölle scheint doch möglich zu sein.

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Skelettk%C3%BCste