Mit den Kollektionen vieler Designer geht es mir oft wie mit Parfüms. Sie entfalten sich Stück für Stück vor meinen Augen und zeigen sich in all ihrer Vielschichtigkeit. Meist kommt mir dann sofort ein bestimmtes Bild oder eine Vision der Trägerin in den Sinn. So erging es mir auch bei der aktuellen Herbst- und Winterkollektion des Designers Juan Carlos Obando. Der amerikanische Designer präsentierte dieses Mal statt auf der New Yorker, auf der Pariser Fashion Week. Und sein Look wirkt auf mich wie gemacht für die Stadt.

Moderne und sleek aussehende Schnitte treffen auf weibliche Silhouetten. Grafische und abstrakte Muster setzen sich von den eleganten und klassischen Elementen ab. Für mich ist diese Linie ein wenig im Zwiespalt, oder besser in einem Stadium des Überganges und Wandels. Es wirkt gleichzeitig wie die Erinnerung an vergangene Tage und den Blick auf die kommende Zukunft. Die Trägerin könnte eine junge Frau wie du und ich sein. Die steckt mitten in den verwirrenden Zwanzigern und ist weder komplett erwachsen und damenhaft, noch komplett jugendlich. Nein, sie ist im Wandel und das macht sie auch so interessant.

Rohkem infot: jcobando.com